Präsidentschaftswahl 2020: Herbst der Stagflation

Beiträge 31 - 40 von 222
  • RE: Der Trump-Wähler will belogen werden

    Eckhart, 12.09.2020 01:56, Antwort auf #30
    #31

    Das Problem ist halt, das gruener laufend jede Diskussion verweigert.
    Du kannst nahezu zu jedem beliebigen Thema, Position oder Partei irgendwas bringen und dann kommt Gruener und postet "Aber die Grünen....", "Aber die rot-grünen...." Das ist extrem ermüdend und bringt einfach nichts.

    ich hätte gerne eine diskussion von grüner heute gegen grüner vor von 10 jahren

    das wäre spannend ;-)

    Überaus spannend, Wer will das bestreiten.

    Wir sollten die Diskussion mit der Frage verknüpfen, ob es legitim ist, seinem Kontrahenten einen Whataboutism vorzuwerfen, wenn man selbst angegriffen wird, und ob ein solcher Kunstgriff nicht auch ein Musterbeispiel für einen Whataboutism ist. Das klare Ablenkungsmanöver, wenn nicht gar das Killerargument, ist zu leicht erkennbar.

    Ich frage mich: Haben wir nicht Besseres anzubieten? Was hat eine solche Diskussion mit den USA zu tun?

  • Off Topic

    sorros, 12.09.2020 09:53, Antwort auf #30
    #32
    ich hätte gerne eine diskussion von grüner heute gegen grüner vor von 10 jahren

    das wäre spannend ;-)

    Überaus spannend, Wer will das bestreiten.

    Wir sollten die Diskussion mit der Frage verknüpfen, ob es legitim ist, seinem Kontrahenten einen Whataboutism vorzuwerfen, wenn man selbst angegriffen wird, und ob ein solcher Kunstgriff nicht auch ein Musterbeispiel für einen Whataboutism ist. Das klare Ablenkungsmanöver, wenn nicht gar das Killerargument, ist zu leicht erkennbar.

    Ich frage mich: Haben wir nicht Besseres anzubieten? Was hat eine solche Diskussion mit den USA zu tun?

    Seit 9 Jahren (solange bin ich in diesem Forum) hat sich bei ihm nicht so viel geändert.
    Er ist mit gleichen Positionen nur immer penetranter, (v)erbitterter und zynischer geworden.
    Ich kenne das auch bei Leuten, die meiner Position in den Grünen nahe gestanden haben und in die innere Emigration gegangen oder ausgetreten sind.
    Dieses zwanghafte Bedürfnis eine lebensgeschichtlich (spätestens nach der Veränderung der letzten 1,5 Jahre) falsche Position durch permanente Abgrenzung zu rechtfertigen, führt zu diesen Phänomenen.
    Ich habe ja auch lange mit dem Gedanken eines Austritts gespielt. Aber wenn man mit einer Partei aufgewachsen ist, sie wie ich gar in jungen Jahren mitgegründet hat, verliert man sein soziales Umfelt in großem Umfang.
    Deshalb sage ich auch Freunden die Ihren Lebensmittelpunkt in anderen Parteien haben und jetzt mit uns sympathisieren immer, sie sollen in ihrer Partei um inhaltliche Veränderungen kämpfen und nicht übertreten.
    Das ist nur was für sozial Verkümmerte wie Gustav Heinemann,  Günther Verheugen, Otto Schily, Oskar Lafontaine und Alexander Gauland.

  • On Topic: Scoop

    Wanli, 12.09.2020 12:39, Antwort auf #32
    #33

    Haben wir nicht Besseres anzubieten? Was hat eine solche Diskussion mit den USA zu tun?

    Die Nabelschau sollte wirklich woanders stattfinden - wenn man mal durchs USA-Forum scrollt, stellt man fest, dass Threads früher öfters über 200.000 Zugriffe hatten, zwei wurden sogar über eine halbe Million Mal aufgerufen. Davon sind wir in letzter Zeit weit entfernt, und Off-Topics, die sich über eine Seite hinziehen und nur für eine Handvoll Leute interessant sind, dürften die Attraktivität nicht gerade steigern.

    ----

    Was das Buch Woodwards angeht, kann man wirklich nur mit electoral-vote ausrufen:

    What on earth was Donald Trump thinking, agreeing to sit for 18 interviews, on the record and on tape, with Bob freaking Woodward?

    https://www.electoral-vote.com/evp2020/Pres/Maps/Sep11.html#item-1

    Den bekanntesten investigativen Journalisten des Landes zigmal selbst anzurufen oder sich von ihm anrufen zu lassen und dann fröhlich auszuplaudern, man erzähle dem amerikanischen Volk ja gerade die Unwahrheit über die Corona-Pandemie, Kim Jong-Il sei ein Supertyp, der so wundervolle Briefe schreibe, die eigenen Generäle seien übrigens "Pussies" und man arbeite gerade hochgeheim an einer neuen Nuklearwaffe, von deren Existenz Putin und Xi nichts ahnten - wie kann irgendjemand auf die Idee kommen, das sei eine schlaue Idee?

    Bei seinen Recherchen zu Watergate musste Woodward noch belastende Tatsachen zusammenpuzzeln, man kämpfte um die Herausgabe von Nixons Tapes; jetzt werden die belastenden Aufnahmen ihm gleich frei Haus geliefert. Bizarr.

    https://www.salon.com/2020/09/11/is-donald-trump-mostly-evil-or-mostly-ignorant- bob-woodwards-book-offers-an-answer-both/

    Dass nach dem Erscheinen eines Buches, dessen Highlights man eigentlich schon gekannt haben müsste, man hat sie schließlich selbst zum Besten gegeben, dann völliges Chaos herrscht, mag man kaum glauben - siehe die drei verschiedenen und widersprüchlichen Reaktionen Trumps auf die Corona-Story. Die jüngste Rechtfertigung, man habe das Land nicht in Panik versetzen wollen, ist selbstredend besonders putzig aus Dons Mund.

    ----

    Gut: Eine der wirklich klugen Feststellungen aus dem Munde des Donald J. Trump ist bekanntlich, er könne mitten auf der Fifth Avenue jemanden erschießen und werde dennoch keine Wähler verlieren. Zumindest im Ansatz hat sich dies immer wieder bestätigt.

    https://www.snopes.com/fact-check/donald-trump-fifth-avenue-comment/

    Aber WählerInnen gewinnt man weder mit den Schlagzeilen im Kielwasser von Woodwards Buch noch mit "Suckergate" ein paar Tage früher (zurück). Bidens Vorsprung in den landesweiten Umfragen bleibt konstant und groß, weder der republikanische Wahlparteitag noch die jüngsten Aufreger haben daran etwas geändert. Das heißt: Dem Donald läuft die Zeit weg, in diversen Bundesstaaten sind die Briefwahlunterlagen bereits beim Wahlvolk angekommen, sodass Trumps Chancen auf die Wiederwahl im 538-Modell trotz im Großen und Ganzen konstanter Zahlen langsam nach unten korrigiert werden - denn für die nötige Aufholjagd bleibt dem POTUS immer weniger Zeit.

    https://projects.fivethirtyeight.com/2020-election-forecast/

  • Fire and Forget

    Wanli, 12.09.2020 13:55, Antwort auf #33
    #34

    Entlang der ganzen Westküste brennen Wälder, die Luftqualität in der Region sinkt auf weltweit schlechteste Werte. Im Laufe des ganzen 20. Jahrhunderts zählte der Staat Oregon insgesamt sechs "Megabrände", die mehr als 100.000 Acre Wald vernichteten. Im 21. Jahrhundert waren es bis zum Sommer 2020 schon elf, in der vergangenen Woche fünf. Kleinstädte und Suburbs fielen den Flammen zum Opfer:

    https://www.vox.com/21431313/california-oregon-washington-wildfires-2020-weather -climate-covid

    Die Flammen in Oregon - nördlich in Washington und südlich in Kalifornien brennt es natürlich auch - erfassen einen Bundesstaat, der politisch gespalten ist: An der Küste demokratisch, im Landesinneren republikanisch. Erst kürzlich war die Spaltung wieder zu besichtigen, als tausende von Pick-Up-Trucks aus dem Landesinneren zur Gegendemo in das Zentrum der BLM-Bewegung Portland rollten und es dort zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern kam.

    Die Feuer treffen nun Trump-Freunde wie -Verächter gleichermaßen.

    If you’ve never thought about Oregon before the fires and won’t when they’re over, I get it. But there are fewer apt physical metaphors for a deeply divided country in crisis than an even more deeply divided state on literal fire. Maybe that divide will be murkier when the smoke clears. I mean, of course it won’t, this is 2020—but perhaps there is still some good to come for both Oregons, and the country watching us burn, now that we all know we’re breathing the same ash.

    https://slate.com/business/2020/09/two-oregons-both-on-fire.html

    Und der Präsident? Weiß genau, dass Oregons Electoral Votes im November an seinen Gegner fallen werden. Er mag sich über die Zusammenstöße seiner Anhänger mit politischen Gegner freuen, sieht sie sicher gern auf seinen Wahlveranstaltungen, seinen Namen rufend, aber letztlich sind sie ihm herzlich egal: Unter all den Tweets, die er am Donnerstag in die Welt hinausfeuert, bezog sich kein einziger auf die Feuer an der Westküste.

    https://politicalwire.com/2020/09/11/trump-not-talking-about-wildfires/

  • RE: Off Topic

    Mirascael, 12.09.2020 21:21, Antwort auf #32
    #35
    ich hätte gerne eine diskussion von grüner heute gegen grüner vor von 10 jahren

    das wäre spannend ;-)

    Überaus spannend, Wer will das bestreiten.

    Wir sollten die Diskussion mit der Frage verknüpfen, ob es legitim ist, seinem Kontrahenten einen Whataboutism vorzuwerfen, wenn man selbst angegriffen wird, und ob ein solcher Kunstgriff nicht auch ein Musterbeispiel für einen Whataboutism ist. Das klare Ablenkungsmanöver, wenn nicht gar das Killerargument, ist zu leicht erkennbar.

    Ich frage mich: Haben wir nicht Besseres anzubieten? Was hat eine solche Diskussion mit den USA zu tun?

    Seit 9 Jahren (solange bin ich in diesem Forum) hat sich bei ihm nicht so viel geändert.
    Er ist mit gleichen Positionen nur immer penetranter, (v)erbitterter und zynischer geworden.
    Ich kenne das auch bei Leuten, die meiner Position in den Grünen nahe gestanden haben und in die innere Emigration gegangen oder ausgetreten sind.
    Dieses zwanghafte Bedürfnis eine lebensgeschichtlich (spätestens nach der Veränderung der letzten 1,5 Jahre) falsche Position durch permanente Abgrenzung zu rechtfertigen, führt zu diesen Phänomenen.
    Ich habe ja auch lange mit dem Gedanken eines Austritts gespielt. Aber wenn man mit einer Partei aufgewachsen ist, sie wie ich gar in jungen Jahren mitgegründet hat, verliert man sein soziales Umfelt in großem Umfang.
    Deshalb sage ich auch Freunden die Ihren Lebensmittelpunkt in anderen Parteien haben und jetzt mit uns sympathisieren immer, sie sollen in ihrer Partei um inhaltliche Veränderungen kämpfen und nicht übertreten.
    Das ist nur was für sozial Verkümmerte wie Gustav Heinemann,  Günther Verheugen, Otto Schily, Oskar Lafontaine und Alexander Gauland.

    1A-Analyse, sorros.

    Ich bin ja selber von grün-links ins konservativ-liberale Milieu gewechselt, aber seine Sozialisierung lässt man nicht hinter sich und der soziale Preis, den man für einen (zu späten) Wechsel für die Erkenntnis zahlt, dass die früheren Überzeugungen zu weiten Teilen auf völlig falschen Überzeugungen und Vorstellungen beruhten (in etwa wie bei drui heute, wenn auch nicht ganz so hasserfüllt und bösartig), ist nicht unerheblich.

  • Mal wieder Florida

    Wanli, 13.09.2020 13:08, Antwort auf #35
    #36

    Artikel der Washington Post samt Interview mit einem demokratischen Wahlstrategen - es bleibe noch Arbeit, aber kein Grund für Defätismus:

    https://www.washingtonpost.com/opinions/2020/09/08/with-new-polls-showing-florid a-very-tight-top-democrat-explains-whats-next/#click=https://t.co/v5OjQXcDEx

  • RE: On Topic: Scoop

    drui (MdPB), 13.09.2020 21:56, Antwort auf #33
    #37

    Eine der wirklich klugen Feststellungen aus dem Munde des Donald J. Trump ist bekanntlich, er könne mitten auf der Fifth Avenue jemanden erschießen und werde dennoch keine Wähler verlieren. Zumindest im Ansatz hat sich dies immer wieder bestätigt.

    Ich bin da bisweilen erstaunt wie Du (und alle), bisweilen vermute ich, dass wir und die Umfrageinstitute ev. übervorsichtig sind und Trump womöglich mehr Wähler verloren hat als Viele vermuten. Trump ist ein Meister des Scheins und kann Scheiße als Gold verkaufen, vielleicht sind die glänzenden Wahlchancen in Wirklichkeit auch nur müffelnde Auscheidungsprodukte.

    Der Fehler des Unterschätzens der Bildungskomponente bzw. der Mobilisierung weißer Wähler ohne Collegeabschluss wird nicht wieder passieren, ev. werden die nun überschätzt. Dass Trump bei den Latinos aufholt, ist für mich noch nicht bewiesen und so ganz glaube ich nicht daran. Auch die Cubaner in Florida werden immer älter und die Jüngeren sind zunehmend demokratisch. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum Latinos Trump wählen sollen (abgesehen von radikalen Abtreibungsgegnern und extremen Kommunistenhassern). Schaut man aber auf die demographischen Gruppen, so verliert Trump zunehmend bei:

    Frauen, Weißen mit Collegeabschluss, in den Suburbs, bei Evangelikalen, bei Mormonen, bei Katholiken, bei Senioren über 65, bei Millenials, bei chronisch Kranken, etc. Wo gewinnt er Wähler? Bei Neonazis, Verschwörungsfans, Esoterikern und ev. Farmern?

    Er hat kein Thema, dass zieht. Seine besten Werte hat er bezüglich der Wirtschaft, und die geht weiter bergab. Er widerspricht sich ständig und die Hasskampagnern ziehen nicht. Das Geld wird knapper und unklug eingesetzt. Die Briefwahlhetze kann ihm das Genick brechen. Die Ralleys sind nur noch peinlich. Vielleicht spiegelt die teilweise extreme Diskrepanz bei Umfragen wider, dass die realen Wähler schlecht abgebildet werden. Die "scheuen Wähler" gibt es diesmal vielleicht in Florida, z.B. in den villages, wo man als Biden-Wähler diskriminiert wird. Vielleicht wissen wir in ein paar Wochen mehr, einen Erdrutschsieg Bidens will ich jedenfalls aktuell noch nicht ausschließen.

  • Alternative / Miesmacher

    Wanli, 14.09.2020 16:22, Antwort auf #37
    #38

    Kann allem, was Du sagst, nur zustimmen.

    ----

    Eine Möglichkeit, die dem Donald noch bleibt, ist natürlich, die Leute davon abzubringen, seinen Gegner zu wählen. Einer dieser Versuche scheint ziemlich zu floppen: Rapper Kanye West, in der Vergangenheit als Trumpfan aufgefallen, hat ja seine eigene Präsidentschaftskampagne ins Leben gerufen - allerdings unter tätiger Schützenhilfe diverser Republikaner: Ein ziemlich durchsichtiger Versuch, jemanden auf die Stimmzettel zu bringen, der Stimmen von jüngeren WählerInnen ergattern kann, die sonst vielleicht an Biden gehen würden.

    Dieses an und für sich schon fragwürdige Unterfangen - wie groß ist die Gruppe der potenziell zu gewinnenden WählerInnen wirklich? - wird allerdings durch den in Trumps Orbit recht verbreiteten Dilettantismus weiter geschwächt; man hat es nur in vergleichsweise wenigen Staaten (in der Grafik blau) auf den Stimmzettel geschafft, in weiteren (rosa) scheint dies an Formfehlern zu scheitern, in den meisten wird man mit Sicherheit nicht zu wählen sein.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Kanye_West_2020_presidential_campaign

    ----

    Aussichtsreicher dürften Versuche der Trumpkisten sein, potenzielle Biden-WählerInnen gezielt - zum Beispiel über auf sie zugeschnittene Kampagnen in den sozialen Netzwerken - zu erreichen; 2016 hat das ja wohl auch ganz gut geklappt, auch dank Cambridge Analytica sowie den Russen. Ich vermute, dass viele THC-affine Millennials in ihren Facebook-Feeds demnächst darüber lesen werden, wie Kamala Harris in Kalifornien gegen weiche Drogen vorgegangen ist; dass man dabei immer bei der Wahrheit bleibt, ist wohl auch nicht zu erwarten.

    Solche Kampagnen wird es sicher geben, falls Team Trump noch irgendwie das dafür nötige Kleingeld zusammenkratzen kann, und sie werden sicher einen gewissen Effekt entfalten; aber ob man damit so erfolgreich sein wird wie 2016 oder sogar noch effizienter, das darf man zumindest bezweifeln.

    EDIT

    Derweil schraubt der POTUS die Temperatur weiter in die Höhe: Bei einer Veranstaltung in Nevada erklärte er den zigtausend Anwesenden, die Wahl werde massiv manipuliert, selbst Hunden schicke man Stimmzettel, nur Republikanern nicht.

    https://slate.com/news-and-politics/2020/09/trump-negotiate-third-term-democrats -rig-election.html

    In einem Interview auf FOX verteidigte er die Tötung eines Antifa-Aktivisten durch US-Marschalls als legitimen Akt der "Vergeltung".

    https://twitter.com/atrupar/status/1304953304619810816

    EDIT 2

    Bei alldem nicht zu übersehen: Die Umfragen sind unglaublich stabil (schlecht für den Orangenen):

    Und - hier auch schon mehrfach angesprochen - es gibt im Vergleich zu 2016 viel weniger Unentschlossene oder mit Kleinparteien Flirtende, die auf den letzten Drücker beschließen könnten, Trump zu unterstützen.

    https://twitter.com/AllisonLHedges/status/1305461876474753024/photo/1

  • RE: Off Topic

    Eckhart, 14.09.2020 18:22, Antwort auf #32
    #39

    Deshalb sage ich auch Freunden die Ihren Lebensmittelpunkt in anderen Parteien haben und jetzt mit uns sympathisieren immer, sie sollen in ihrer Partei um inhaltliche Veränderungen kämpfen und nicht übertreten.

    So lange man, wie heutzutage üblich, bei keiner Partei mehr auf absolute Mehrheiten hoffen kann, baucht man zur Durchsetzung von politischen Zielen sowieso Verbündete/Koalitionspartner. Und besser man setzt irgendwas gemeinsam mit dem Koalitionspartner und Positionssympathisanten in anderen Parteien um, als gegen den Koalitionspartner. Das hat weit bessere Chancen über eine Legislatur auszustrahlen.
    Gerade auf Kommunalebene, zumindest in kleineren Städten wo es mit Fraktionszwang nicht so weit her ist, stellt man sich weit besser mit Sympathisanten in anderen Parteien.

  • Nach der Wahl - ein düsterer Ausblick / Flüsterkampagne

    Wanli, 14.09.2020 19:53, Antwort auf #39
    #40

    Wir beschäftigen uns hier ja vornehmlich mit Wahlergebnissen, andere haben aber die Zeit nach dem Urnengang schon fest im Blick: Biden installiert jetzt ein Team von hunderten von Anwälten, um eventuelle Manipulationen zu unterbinden - angeblich das größte Team dieser Art in der Geschichte amerikanischer Präsidentschaftswahlen.

    https://talkingpointsmemo.com/news/biden-campaign-legal-team-election-protection -program

    Derweil schürt Trumps Vertrauter und Sprachrohr im Gesundheits- und Arbeitsministerium die Spannungen: Wissenschaftler der Regierung betrieben Hetze gegen ihren Vorgesetzten, den Präsidenten, linke Gruppen planten im Falle eines Sieges des Republikaners den bewaffneten Aufstand, seine Anhänger sollten sich doch bitte mit Munition eindecken.

    https://politicalwire.com/2020/09/14/top-trump-aide-warns-of-armed-revolt/

    EDIT

    Heute hatte ich geschrieben:

    Aussichtsreicher dürften Versuche der Trumpkisten sein, potenzielle Biden-WählerInnen gezielt - zum Beispiel über auf sie zugeschnittene Kampagnen in den sozialen Netzwerken - zu erreichen

    Genau das scheint in Florida bereits zu geschehen:

    George Soros directs a “deep state” global conspiracy network. A Joe Biden win would put America in control of “Jews and Blacks.” The Democratic nominee has a pedophilia problem.

    Wild disinformation like this is inundating Spanish-speaking residents of South Florida ahead of Election Day, clogging their WhatsApp chats, Facebook feeds and even radio airwaves at a saturation level that threatens to shape the outcome in the nation’s biggest and most closely contested swing state.

    The sheer volume of conspiracy theories — including QAnon — and deceptive claims is already playing a role in stunting Biden’s growth with Latino voters, who make up about 17 percent of the state’s electorate. [...]

    Conspiracy theories — especially revolving around QAnon, which posits that Trump is fighting a global cabal of satanic pedophiles — are spreading across Spanish-language radio in Miami as well, said Roberto Tejera, a political independent who has a show on Actualidad Radio. Tejera said QAnon is a constant on another station, La Poderosa, whose station management also did not respond to messages seeking comment.

    “It’s not right wing. I don’t have a problem with right-wing stuff. It’s QAnon stuff. This is conspiracy theory. This goes beyond. This is new. This is a new phenomenon in Spanish speaking radio. We Cubans are not normal,” Tejera laughed, “but this is new. This is crazy. This is f---ing crazy.”

    https://www.politico.com/news/2020/09/14/florida-latinos-disinformation-413923

    Jetzt wird Michael Bloomberg ja wohl 100 Millionen in den Wahlkampf der Demokraten in Florida stecken; mal sehen, ob das den Onlinelügen etwas entgegensetzen kann.

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