... vermeintlich wg. eines system- und sicherheitsrelevanten IT-Ausfalls.
Nicht, dass ich diese Angabe wirklich bezweifle. Aber sie zeigt einmal mehr, wie anfällig - und damit auch fragwürdig - die komplette Digitalisierung aller (wichtigen) Lebensbereiche ist. Um nicht zu sagen: Im Grunde völlig irrational.
Um es einmal auf einen sehr zynischen Punkt zu bringen (wenn auch sehr quer gedacht):
Unsere Politik schürt derweil - seit 2022 - einen massiven Konflikt mit Russland. Einen Konflikt, den wir niemals gewinnen können. Denn: Sollte es einmal zum Äußersten kommen, wird das den Russen nur bedingt kümmern. Er nämlich schmeißt nach Kriegsende den Diesel an und beginnt mit dem Wiederaufbau, während im digitaliserten Westen gar nichts mehr geht.
Ich erlaube mir daher weiterhin (wenn leider auch nur im Privaten) den Mut zu analogen Lücken - nicht nur beim Radio-Empfang. (UKW statt DAB) Und nach dem soeben kurz skizzierten atomaren Schlagabtausch kurbel ich - sofern ich denn überleben sollte - das Grammophon an und kann zuumindest weiterhin gute Musik hören. Und konterkariere damit sogar die Talking Heads.
Ach ja: Erwischt hat es heute auch die Festivitäten der Kieler Woche. Ebenfalls gegen 22:30 h lag plötzlich Vieles im Dunklen. Nicht allein die Buden hatten keinen Strom mehr, Ampelanlagen fielen ebenso aus wie die Straßenbeleuchtung. Von einer auf die nächste Sekunde Totenstille. Kein Disco-Lärm mehr und keine Techno-Rythmen. Welch analoge Wohltat!
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Am Morgen wurde laut Schuster die Ursache gefunden: Es handelte sich laut des Sprechers um einen defekten Stecker zwischen zwei Kabeln. Der Defekt werde noch im Laufe des Tages repariert. Auf NDR Nachfrage teilen die Stadtwerke mit, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Sabotage gegeben hat.
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Der Stromausfall in Kiel war jedenfalls ein klassisch analoges Problem. Nix Digitalisierung nix Sabotage und nix wegen EE.
Und dann nichtmal wegen Baggerbiss, was ja der Klassiker für Stromausfälle ist.
Mein lieber Eckhart, das der Zugverkehr im gesamten Bundesgebiet (!) für Stunden ausfällt ist keine Bagatelle sondern bezeichnend für den Zustand des Landes. Das gibt es nicht mal in einem Dritte-Welt-Land.
Natürlich auch zurückzuführen und unter tatkräftiger Mithilfe der Politik aller Altparteien. Die keine Antworten mehr haben und keine Lösungskompetenz. Stuttgart 21 ist ja genau so ein Fall. 100 Kilometer falsche Kabel verlegt. Fertigstellung weitere 5 (FÜNF !!!) Jahre verschoben. Unfassbar wie so etwas passieren kann. Und da kann sich auch keine grüne Landesregierung rausreden. Das ist auch ein eklatantes Versagen des Nichtskönners Kretschmann, den es nicht interessiert hat und keine Augen drauf gehabt hatte.
Vorab: Ich erinnere nicht, dass ich irgendwie angedeutet habe, es läge in Kiel irgendein Sabotageakt oder dergleichen vor.
Wenn es aber wirklich nur ein einziger defekter Stecker gewesen ist, stellt sich mir folgende Frage:
Zur Kieler Woche kommen täglich bis zu eine Million Besucher. Des Fest ist fast komplett auf Kommerz ausgelegt. Die Gebühren für einzelne Stände sind für Normalsterbliche unerschwinglich.
In einer solchen Situation hat die Stadtwerke kein permanentes Team vor Ort oder auf Abruf, das mal schnell und unkompliziert einen Stecker austauschen kann? Stattdessen heißt es: "Der Defekt werde noch im Laufe des Tages repariert." - Also, wohlgemerkt im Laufe des nächsten Tages.
Ergo: Entweder belügt man die Öffentlichkeit über den wahren Hintergrund oder die Verantwortlichen gehören fristlos entlassen. Der Schaden könnte in die Millionen gehen. Demnächst werden die Kieler Stadtwerke vermutlich wieder die Strompreise anheben.
Über die Verantwortlichen bei der KVAG - der Kieler Verkehrsgesellschaft - für den Einsatz während der Kieler Woche lasse ich mich mal an anderer Stelle ausführlich aus. Nur soviel: Grün regiert seit einigen Jahren in Kiel, einen grünen OB gibt es auch, seitdem klappt bei der KVAG kaum noch etwas, außer Preiserhöhungen. Die Kieler Woche ist der größte Segelwettbewerb der Welt, aber (nicht nur) die Sportler kommen spät am Abend nicht mehr zurück zu ihren Schlafstätten, weil viel zu wenig Busse fahren, die dann wegen Überfüllung ab Innenstadt nicht mehr halten. (selbst dieses Jahr erlebt) Das ist leider kein Schildbürger Streich, sondern grüne Realität in Kiel. Zur besseren Verständnis: Ab Mitternacht fahren die Busse nur noch im 1 oder 2-Stundentakt. Wenn dann ein Bus einfach durchfährt, weil überfüllt ... you name it! Und: von der Innenstadt - wo die eigtentlichen festivitäten stattfinden - bis zu den Austragungsorten der Segelwettbewerbe sind es teilweise über 15 km. Also, ein Fußmarsch ist nicht möglich.
Ergo: Man guckt schon etwas dumm aus der Wäsche, wenn man bemerkt, dass die Grünen noch nicht einmal ihre ureigenen Steckenpferde in den Griff bekommen.
In diesem Sinne, zum Wohle der Menschen landauf, landab:
Ceterum censeo factionem viridem esse vetandam.
In den nächsten Wochen und Monaten finden u.a. folgende Wahlen und Abstimmungen statt – zu allen Terminen werden (voraussichtlich) Märkte aufgesetzt:
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